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	<title>schmerzen Archive - Sporting Spine Regensburg</title>
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	<description>Physiotherapie &#38; Training</description>
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	<title>schmerzen Archive - Sporting Spine Regensburg</title>
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	<item>
		<title>Mein Rücken schmerzt, aber man sieht nichts auf dem MRT und mein Arzt sagt, da ist nichts.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sporting Spine Regensburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 06:27:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sporting Spine Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[phyio]]></category>
		<category><![CDATA[regensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rückenschmerz]]></category>
		<category><![CDATA[schmerzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>🔎&#160;Segmentale Instabilität der LWS – Wenn der Rücken schmerzt, das MRT aber unauffällig bleibt! Viele Patient:innen erleben Rückenschmerzen, die sich nicht an übliche Regeln halten. Zum Beispiel sind sie längere Zeit komplett weg aber bei schnellen Drehbewegungen oder ruckartigen Bewegungen &#8222;schiesst es ein&#8220; – doch das Röntgenbild zeigt keine Auffälligkeiten? Das kann an einer funktionellen Instabilität der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">🔎&nbsp;<strong>Segmentale Instabilität der LWS – Wenn der Rücken schmerzt, das MRT aber unauffällig bleibt!</strong></h2>



<p>Viele Patient:innen erleben Rückenschmerzen, die sich nicht an übliche Regeln halten. Zum Beispiel sind sie längere Zeit komplett weg aber bei schnellen Drehbewegungen oder ruckartigen Bewegungen &#8222;schiesst es ein&#8220; – doch das Röntgenbild zeigt keine Auffälligkeiten? </p>



<p><br>Das kann an einer <strong>funktionellen Instabilität</strong> der Lendenwirbelsäule liegen.</p>



<p><strong>Was passiert dabei?</strong><br>👉 Die feinen, tiefen Muskeln der Wirbelsäule stabilisieren das Segment nicht optimal.<br>👉 Schnelle oder unerwartete Bewegungen (z. B. Rotationen) können dann zu kleinen, aber schmerzhaften Irritationen führen.<br>👉 Reizbare Strukturen sind vor allem Gelenkkapseln, Bänder und Bandscheibenringe.</p>



<p><strong>Warum sieht man das nicht im MRT?</strong><br>🔬 Hier liegt&nbsp;<em>keine</em>&nbsp;strukturelle Verletzung vor – die Problematik ist funktionell und betrifft die Feinabstimmung der Muskelkontrolle. Moderne Forschung (z. B. Panjabi 1992, Hodges &amp; Richardson 1996) belegt, dass gestörte motorische Kontrolle auch ohne sichtbare Schäden Schmerzen auslösen kann.</p>



<p>Wir wollen hier etwas tiefer einsteigen und versuchen die Mechanismen zu erklären, die zu Schmerzentstehung und Enstehung der Probleme führen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Begriff und korrekte pathomechanische Definition</h3>



<p><strong>Funktionelle Instabilität</strong>&nbsp;bezeichnet eine Störung der aktiven und/oder passiven Kontrolle eines Bewegungssegments der Wirbelsäule, die zu übermäßigen, unkontrollierten Bewegungen im physiologischen Bewegungsbereich (Neutralzone) führt, ohne dass strukturelle Läsionen im bildgebenden Verfahren nachweisbar sind.<br>Diese Instabilität manifestiert sich primär auf funktioneller Ebene, d. h. als Verlust der&nbsp;<em>segmentalen Bewegungssteuerung</em>bei klinischer Provokation, ohne makroskopisch fassbare Schädigung von Bändern, Gelenken oder Knochen.<br>(Panjabi MM, 1992; O’Sullivan PB, 2000; Hodges PW &amp; Richardson CA, 1996)</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Pathomechanik</strong></h3>



<p>Nach Panjabi (1992, 2003) basiert die spinale Stabilität auf einem&nbsp;<em>Dreischichtenmodell</em>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Passives System:</strong> Wirbelkörper, Bandscheiben, Bänder, Gelenkkapseln</li>



<li><strong>Aktives System:</strong> Tiefen- und Oberflächenmuskulatur</li>



<li><strong>Neurales System:</strong> Propriozeptives Feedback und zentrale Steuerung</li>
</ul>



<p><strong>Funktionelle Instabilität</strong>&nbsp;entsteht, wenn eine oder mehrere dieser Komponenten im Bereich der Neutralzone nicht adäquat zusammenarbeiten, sodass es zu einer&nbsp;<em>mikroskopisch erhöhten segmentalen Beweglichkeit</em>&nbsp;mit inadäquater Kontrolle kommt. Das Resultat sind wiederkehrende Mikrotraumen, irritierte Nozizeptoren und letztlich Schmerzen oder muskuläre Schutzreaktionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Mögliche Entstehungsgründe (Ätiologie)</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>A. Motorisches Kontrolldefizit</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unzureichende oder verspätete Aktivierung der tiefen, lokalen Stabilisatoren (z. B. M. multifidus, M. transversus abdominis), was zu einer fehlerhaften Kontrolle der Wirbelsegmente führt.</li>



<li>Ursache: Inaktivität, Schmerzerfahrung, vorangegangene Verletzungen, neurologische Defizite.</li>



<li>Evidenz: Hodges &amp; Richardson (1996), Cholewicki &amp; McGill (1996)</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>B. Fehlende Adaptation nach Verletzung</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach akuten Verletzungen (z. B. Distorsionen, Muskelzerrungen) kann die neuronale Ansteuerung der Stabilisatoren beeinträchtigt bleiben, auch wenn die Strukturen an sich wieder intakt sind.</li>



<li>Das Segment „lernt“ die Instabilität als Schutzverhalten.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>C. Chronische Überlastung / Mikrotraumata</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wiederholte Überlastung, v. a. in End- oder Neutralstellung (z. B. monotone Arbeit, schweres Heben, wiederholte Rotationsbelastungen), kann zu Überdehnung der passiven Strukturen führen.</li>



<li>Überdehnte Bänder und Kapseln verlieren ihre mechanische Rückmeldung und tragen weniger zur segmentalen Führung bei.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>D. Inaktive oder schwache Muskulatur</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Durch Inaktivität, Immobilisation, postoperative Schonung oder chronischen Schmerz entwickelt sich eine Atrophie und Koordinationsstörung der lokalen Stabilisatoren.</li>



<li>Folge: Verlust der reflektorischen und willkürlichen Kontrolle.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>E. Fehlregulation des neuralen Systems</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gestörtes Zusammenspiel von Propriozeption und motorischer Antwort (gestörte Feedforward/Feedback-Mechanismen), häufig auch zentral bedingt (Pain-Adaption-Modell).</li>



<li>Schmerzhafte Erfahrungen führen zu „Umorganisation“ der Steuerung (z. B. cortical mapping changes; siehe Tsao et al., 2011).</li>
</ul>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorsicht! Jetzt wird es komplizierter. Wie kommt es nun zu Schmerzen dabei?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Nozizeption: Primäre Schmerzquelle</h3>



<p><strong>Nozizeption</strong>&nbsp;bezeichnet die Aufnahme und Weiterleitung potenziell schädlicher (noxischer) Reize über spezialisierte Nervenendigungen, die sog.&nbsp;<strong>Nozizeptoren</strong>. In der LWS sind nozizeptive Strukturen vor allem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Facettengelenke und deren Kapseln</strong></li>



<li><strong>Bandstrukturen</strong> (Ligamenta interspinalia, supraspinalia, flavum, intertransversaria)</li>



<li><strong>Annulus fibrosus der Bandscheibe</strong></li>



<li><strong>Paraspinale Muskulatur und deren Faszien</strong></li>
</ul>



<p>(Bogduk N, 2012; Freynhagen &amp; Baron, 2009)</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">2. Pathophysiologischer Mechanismus bei segmentaler Instabilität</h3>



<h4 class="wp-block-heading">A. Mechanische Mikro-Irritation</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bei <strong>funktioneller Instabilität</strong> versagen die <strong>aktiven Stabilisatoren</strong> (insbesondere M. multifidus, M. transversus abdominis), was zu einer <strong>erhöhten Beweglichkeit</strong> im betroffenen Segment führt (Hodges &amp; Richardson, 1996; Panjabi, 2003).</li>



<li><strong>Schnelle Rotationsbewegungen</strong> bewirken eine abrupte, unkontrollierte Verschiebung, wodurch mechanische Dehnungs- und Scherkräfte auf die passiven Strukturen einwirken.</li>



<li>Dadurch werden <strong>Nozizeptoren</strong> in Gelenkkapsel, Bändern und Bandscheibenring aktiviert, obwohl keine makroskopisch sichtbare Läsion besteht (Bogduk, 2012).</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">B. Periphere Sensibilisierung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Durch wiederholte Mikrotraumatisierung und subklinische Entzündungsprozesse (z. B. lokale Freisetzung von Prostaglandinen, Bradykinin, Substanz P) sinkt die Reizschwelle der Nozizeptoren, sodass bereits normale Bewegungen als schmerzhaft empfunden werden (Latremoliere &amp; Woolf, 2009).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">3. Weiterleitung und Verarbeitung des Schmerzes</h3>



<h4 class="wp-block-heading">A. Übertragung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die <strong>afferenten Fasern</strong> (Aδ- und C-Fasern) leiten die Information aus den betroffenen Strukturen ins Rückenmark, Segmenthöhe L1–S1.</li>



<li>Im <strong>Hinterhorn</strong> erfolgt die Umschaltung auf das 2. Neuron und Weiterleitung über Tractus spinothalamicus zum Thalamus und Kortex.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading">B. Zentrale Sensibilisierung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Chronische Instabilität kann eine <strong>zentrale Sensibilisierung</strong> fördern, wobei das Rückenmark und supraspinale Strukturen verstärkt auf eingehende Signale reagieren. Dies führt zur Ausweitung des Schmerzes und zu einer „Überempfindlichkeit“ auch ohne akute Gewebeschädigung (Woolf, 2011).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">4. Modulierende Faktoren</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Psychosoziale Einflüsse</strong> (z. B. Angst, Katastrophisierung) können die Schmerzwahrnehmung zusätzlich verstärken („yellow flags“; Vlaeyen &amp; Linton, 2012).</li>



<li>Eine gestörte <strong>propriozeptive Rückmeldung</strong> aus den Tiefensensoren führt zu weiterer Unsicherheit und Schutzspannung, was den circulus vitiosus aufrechterhält.</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">5. Fazit</h3>



<p><strong>Schmerzen bei segmentaler Instabilität</strong>&nbsp;der LWS ohne radiologischen Nachweis entstehen durch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wiederholte mechanische Mikro-Irritation nozizeptiver Strukturen,</li>



<li>daraus resultierende periphere und zentrale Sensibilisierung,</li>



<li>verstärkte Schmerzmodulation durch psychosoziale Faktoren,</li>



<li>bei fehlender struktureller Läsion und intaktem MRT.</li>
</ul>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was hilft?</strong></h2>



<p><br>1. <strong>Gezieltes Training der tiefen Rumpfmuskulatur („Core Stability Training“)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ziel:</strong> Verbesserung der segmentalen Kontrolle durch Aktivierung und Koordination insbesondere des M. multifidus und M. transversus abdominis.</li>



<li><strong>Belege:</strong> Mehrere RCTs und Metaanalysen belegen die Wirksamkeit solcher Programme bei chronischem unspezifischem LWS-Schmerz und Instabilitätszeichen (Smith et al., 2014; Hides et al., 2001).</li>



<li><strong>Praktische Umsetzung:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Isoliertes Training im ersten Schritt (z. B. aktiviertes Anspannen des M. transversus abdominis in neutraler Position)</li>



<li>Sukzessive Einbindung in funktionelle Alltags- und Belastungssituationen</li>



<li>Progression zu dynamischen Stabilisationsübungen</li>
</ul>
</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">2.&nbsp;<strong>Motorisches Kontrolltraining (MCT)</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ziel:</strong> Wiederherstellung einer physiologischen Bewegungssteuerung durch gezieltes sensomotorisches Re-Training (z. B. retraining of feedforward and feedback mechanisms).</li>



<li><strong>Belege:</strong> RCTs zeigen bessere Outcomes bei ausgewählten Patienten mit klinischen Zeichen funktioneller Instabilität (O’Sullivan et al., 1997; Saragiotto et al., 2016).</li>



<li><strong>Elemente:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Verbesserung der Propriozeption</li>



<li>Schulung gezielter Aktivierung der lokalen Stabilisatoren vor globalen Bewegungen</li>



<li>Transfer in Alltag und Sport</li>
</ul>
</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">3.&nbsp;<strong>Funktionelles Krafttraining / globales Stabilisationstraining</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach dem motorischen Basistraining sollte ein schrittweiser Übergang in globales Krafttraining erfolgen (Kettlebell-Übungen, freie Gewichte, mehrgelenkige Bewegungen).</li>



<li><strong>Beleg:</strong> Kombination von lokalem und globalem Stabilisationstraining ist langfristig effektiver als entweder allein (Rackwitz et al., 2006; Wang et al., 2012).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">4.&nbsp;<strong>Patientenedukation und Eigenmanagement</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ziel:</strong> Verständnis für das Krankheitsbild und Förderung von Aktivität/Bewegung, Vermeidung von Schon- und Vermeidungsverhalten.</li>



<li><strong>Beleg:</strong> Patientenedukation reduziert Chronifizierungsrisiko und verbessert Therapieadhärenz (Engers et al., 2008).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">5.&nbsp;<strong>Manuelle Therapie (nur unterstützend)</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mobilisationstechniken können sinnvoll zur Schmerzlinderung und kurzfristigen Funktionsverbesserung eingesetzt werden, sind aber kein Ersatz für aktives Training (Oliveira et al., 2018).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">6.&nbsp;<strong>Multimodale Therapie</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Kombination aus aktiver Therapie, Edukation und (falls notwendig) psychologischen Verfahren (CBT, Schmerzbewältigungstraining) ist laut internationalen Leitlinien am effektivsten für chronisch persistierende Beschwerden (NICE 2020, van Middelkoop et al., 2011).</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">7.&nbsp;<strong>Weitere Optionen (je nach Patient)</strong></h3>



<p><strong>Invasive Verfahren:</strong> (z. B. Infiltration, Denervierung) sind bei funktioneller Instabilität ohne strukturelle Läsion nicht indiziert.</p>



<p><strong>Biofeedback und Elektrostimulation:</strong> Teilweise hilfreich zur muskulären Aktivierung, aber der Nutzen ist nicht eindeutig belegt.</p>



<p><strong>Fazit:</strong><br>Nicht jeder Rückenschmerz hat eine sichtbare Ursache – die Funktion zählt!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Literatur/Quellen</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bogduk N. (2012). Clinical Anatomy of the Lumbar Spine and Sacrum. Elsevier.</li>



<li>Hodges PW, Richardson CA. (1996). Inefficient muscular stabilization of the lumbar spine associated with low back pain. Spine.</li>



<li>Panjabi MM. (2003). Clinical spinal instability and low back pain. J Electromyogr Kinesiol.</li>



<li>Latremoliere A, Woolf CJ. (2009). Central Sensitization: A Generator of Pain Hypersensitivity by Central Neural Plasticity. J Pain.</li>



<li>Freynhagen R, Baron R. (2009). The evaluation of neuropathic components in low back pain. Curr Pain Headache Rep.</li>



<li>Woolf CJ. (2011). Central sensitization: implications for the diagnosis and treatment of pain. Pain.</li>



<li>Vlaeyen JWS, Linton SJ. (2012). Fear-avoidance and its consequences in chronic musculoskeletal pain: a state of the art. Pain.</li>



<li>Smith BE, Littlewood C, May S. An update of stabilisation exercises for low back pain: a systematic review with meta-analysis. BMC Musculoskelet Disord. 2014;15:416.</li>



<li>Hides JA, Richardson CA, Jull GA. Multifidus muscle recovery is not automatic after resolution of acute, first-episode low back pain. Spine. 1996;21(23):2763-2769.</li>



<li>Saragiotto BT, Maher CG, Yamato TP, et al. Motor control exercise for chronic non-specific low-back pain. Cochrane Database Syst Rev. 2016;(1):CD012004.</li>



<li>Rackwitz B, de Bie R, Limm H, et al. Segmental stabilizing exercises and low back pain: what is the evidence? A systematic review of randomized controlled trials. Clin Rehabil. 2006;20(7):553-567.</li>



<li>Wang XQ, Zheng JJ, Yu ZW, et al. A meta-analysis of core stability exercise versus general exercise for chronic low back pain. PLoS ONE. 2012;7(12):e52082.</li>



<li>O’Sullivan PB, Phyty GD, Twomey LT, Allison GT. Evaluation of specific stabilizing exercise in the treatment of chronic low back pain with radiological diagnosis of spondylolysis or spondylolisthesis. Spine. 1997;22(24):2959-2967.</li>



<li>Engers A, Jellema P, Wensing M, et al. Individual patient education for low back pain. Cochrane Database Syst Rev. 2008;(1):CD004059.</li>



<li>NICE Guideline [NG59]: Low back pain and sciatica in over 16s: assessment and management. National Institute for Health and Care Excellence (2020).</li>



<li>Oliveira CB, Maher CG, Pinto RZ, et al. Clinical practice guidelines for the management of non-specific low back pain in primary care: an updated overview. Eur Spine J. 2018;27(11):2791-2803.</li>



<li>van Middelkoop M, Rubinstein SM, Verhagen AP, et al. Exercise therapy for chronic nonspecific low-back pain. Best Pract Res Clin Rheumatol. 2010;24(2):193-204.</li>
</ul>
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